Stadtverwaltung Warschau
Sitemap Dein Ausflugsplan
  • Polska wersja językowa
  • Angielska wersja językowa
  • Niemiecka wersja językowa
  • Francuska wersja językowa
  • Rosyjska wersja językowa
  • Hiszpańska wersja językowa
  • Włoska wersja językowa
Szukaj
Szukaj
Szukaj
There are countless reasons to fall in love with Warsaw

Judaica

In Warschau kann man, trotz der Katastrophen, die der jüdischen Gemeinschaft während des Zweiten Weltkriegs widerfahren sind, noch immer die Atmosphäre der jahrhundertelangen Nachbarschaft spüren,
die auch das heutige Antlitz dieser ungewöhnlichen Stadt prägt. In den historischen Ecken kann man heute immer viele Andenken ehemaliger jüdischer Anwesenheit in Warschau, und detailreiche Geschichte der Warschauer Juden kann man im Museum der Geschichte der Polnischen Juden kennenlernen.

Geschichte
POLIN Museum der Geschichte der Polnischen Juden
Der Krieg
Gegenwart


GESCHICHTE

Die ersten Informationen über die jüdische Bevölkerung in Warschau stammen aus dem 15. Jahrhundert.
Das polnische Land war damals für seine Toleranz bekannt und so zog es viele Einwanderer dorthin.
Die Juden siedelten sich zunächst in der Altstadt an, in der heute nicht mehr existierenden „Jüdischen Straße” (ulica Żydowska), die sich in der Gegend von Wąski-Dunaj-Straße befand. Mit der Zeit hatte jedoch ihr wachsender Wohlstand zur Folge, dass die Warschauer Bürger die Einführung eines Verbots gegen die Niederlassung der jüdischen Bevölkerung innerhalb der Stadtgrenzen forderten. Aus diesem Grunde begannen die Juden, sich bei Warschau anzusiedeln – der Straßenname Aleje Jerozolimskie („Jerusalemer Alleen“) erinnert an einer ihrer Siedlungen.

Rondo de Gaulle'a
Aleje Jerozolimskie

Im Jahre 1774 wurde in der Gegend des heutigen Plac Zawiszy eine jüdische Siedlung mit dem Namen Neu-Jerusalem (Nowa Jerozolima) gegründet, zu der die sogenannte Jerusalemer Straße (Droga Jerozolimska) führte. Die Warschauer Regierung, die diese Siedlung als eine Handelskonkurrenz betrachtete, löste sie bereits nach zwei Jahren auf, aber der Name überdauerte bis zum heutigen Tag. An ihr einstiges Bestehen erinnert auch das Werk von Joanna Rajkowska („Grüße von den Jerusalemer Alleen“) – eine künstliche Dattelpalme ähnlich denen, die man in israelischen Städten sehen kann.


Die Juden ließen sich auch im heutigen Stadtteil Praga nieder, der bis 1791 eine unabhängige Stadt war.
Der Hofbankier Szmul Zbytkower, nach dem der heutige Szmulowizna benannt ist, erhielt die Erlaubnis,
in Bródno einen jüdischen Friedhof anzulegen.

Spuren der jüdischen Präsenz in Praga sind auch die Überreste eines jüdischen Gebetshauses
in den Hinterhäusern der Gebäude an der Targowa-Straße 50/52.

Muzeum Pragi
Targowa-Straße 50/52
Ein Komplex dreier Mietshäuser, von denen eines das älteste aus Stein gemauerte Wohngebäude in Praga ist. Vor 1839 befand sich hier eine jüdische Grundschule und die Hinterhäuser beherbergten drei jüdische Gebetshäuser, die nach dem Krieg zu Lagerhäusern umfunktioniert wurden.
In zweien davon blieben Fragmente von Malereien erhalten, welche die Sternzeichen, eine Zeichnung der Klagemauer und Rachels Grab zeigen. An einer der Wände steht eine Aufschrift in hebräischer Sprache, welche besagt, dass die Malereien im Jahr 1934 durch eine Stiftung der Söhne Dawid Grinsztajns angefertigt wurden. Die restaurierten Innenräume werden den Besuchern im Rahmen
der Eröffnung des Museums  des Warschauer Praga zugänglich gemacht.


Praga hatte auch eine eigene Synagoge. Das Gebäude wurde nach dem Krieg abgerissen, nur das daneben befindliche rituelle Tauchbad – die Mikwe – blieb erhalten.

Mykwa

Mikwe
ul. ks. Kłopotowskiego 31 (früher ul. Szeroka)
Schon im 19. Jahrhundert gab es hier ein jüdisches Tauchbad, die älteste wurde schon 1840 gegründet, aber das heutige Gebäude stammt aus den Jahren 1911-1914. Nach dem Krieg wurde es umgebaut und beherbergte zunächst das Büro des Jüdischen Zentralkomitees und später einen Kindergarten. Der Großteil der Räumlichkeiten des damaligen Tauchbads blieb erhalten. Derzeit befinden sich hier das multikulturelle Jacek-Kuroń-Lyzeum.




Nach der 3. Teilung Polens hoben die preußischen Herrscher das Ansiedelungsverbot für Juden in Warschau auf. Auch gab man der jüdischen Bevölkerung Namen. Verantwortlich für das Ersinnen dieser Namen war E.T.A. Hoffmann – deutscher Dichter, Komponist und Schriftsteller (Autor der berühmten Erzählung „Nussknacker und Mäusekönig”) – der als Stadtbeamter arbeitete. Angeblich kam er wegen seiner Neigung, sich über Vorgesetzte lustig zu machen, nach Warschau, und es wird allgemein angenommen, dass auch diesmal seine undemütige Natur zu Tage trat. Die von ihm erdachten Namen hatten häufig eine humoristische Aussage. Arme Juden nannte er zum Beispiel Goldberg oder Goldstein, oder er verlieh eine Reihe „pflanzlicher” Namen – wie Apfelbaum oder Rosenbaum. Die damals in Warschau vergebenen Namen verbreiteten sich in der ganzen Welt.


Mit der Wende des 18. und 19. Jahrhunderts kamen auch die Gründung der jüdischen Gemeinde
zu Warschau und die Anlegung des Jüdischen Friedhofs an der Okopowa-Straße.

Cmentarz Żydowski
Jüdischer Friedhof
ul. Okopowa 49/51, tel. 22 838 26 22
www.beisolam.jewish.org.pl
Der im Jahre 1806 gegründete Friedhof ist einer der heute
nur noch wenig zahlreichen betriebenen jüdischen Friedhöfe
in Polen. Es blieben hier über 100.000 Grabmäler erhalten,
von denen viele einen hohen künstlerischen Wert besitzen.
Auf dem Friedhof wurden viele hervorragende Persönlichkeiten beigesetzt – Ludwik Zamenhof, der Schöpfer des Esperanto, der Schriftsteller Jizchok Leib Perez,
die Schauspielerin Ester Rachel Kamińska sowie viele Rabbiner und Zaddiks. Es gibt hier auch Sammelgräber aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und Gräber von Bewohnern des Warschauer Ghettos, u.a. von Adam Czerniaków, dem Vorsitzenden des Judenrats, und Professor Majer Balaban. Im Jahr 2009 wurde hier Marek Edelmann, der letzte Kommandeur des Aufstands im Warschauer Ghetto und
außerdem ein hervorragender Kardiologe, Sozialaktivist und Oppositionist, begraben.
Öffnungszeiten:
Mo.-Do. 10.00-17.00 Uhr (in den Herbst- und Wintermonaten bis zur Dämmerung),
Fr. 9.00-13.00 Uhr, So. 11.00-16.00 Uhr. An den Samstagen und an den jüdischen Feiertagen ist der Friedhof geschlossen.

The site uses cookies. Further information are available on Privacy police page.