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Konstancin - Jeziorna

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Konstancin - Jeziorna Konstancin - Jeziorna

Die Ortschaft Konstancin-Jeziorna ist der einzige Kurort in Masowien. Die ca. 18 km südlich von Warschau gelegene grüne Enklave ist der Wohnort vieler bekannter Künstler, Geschäftsleute und Politiker. Für das Kurklima sorgen u.a. die Gradierwerke, aber auch der malerische Fluss Jeziorka, die großen Waldgebiete der im Norden und Süden gelegenen, mit hohen Kiefern bewachsenen breiten Streifen der Kabacki- und Chojnowski-Wälder, das Vogelreservat im Osten der Ortschaft wie auch die reizvollen Dörfer an der Weichsel mit über 50 denkmalgeschützten Objekten, u.a. Villen, Gutshöfe und Kirchen.
Die Anfänge von Konstancin gehen auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück, als zwei Grafen (Witold Skórzewski und Władysław Mielżyński) beschlossen, hier ein Sommerzentrum für reiche Bürger, Kaufleute, Finanziers und allgemein für die „Warschauer Elite” anzulegen. Nach einiger Zeit wurden die bewaldeten Länder parzelliert und das Gebiet von Konstancja (später umbenannt in Konstancin) festgelegt. In dieser ersten Entwicklungsphase des Kurorts entstanden die schönsten Konstanciner Villen als Dauer- oder Sommerresidenzen der reichsten Industriellen oder von Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur. Den Status des Kurorts erhielt Konstancin im Jahre 1917. Nach dem 2. Weltkrieg, zur Wende der 50er und 60er Jahre, konnte der Vorkriegskurort durch die Inbetriebnahme der Solebohrung reaktiviert werden und erhielt im Jahre 1972 erneut den Status des Kurorts. 1978 wurde ein Gradierwerk eröffnet, eine natürliche Inhalationsanalage zur Vorbeugung von Atemwegerkrankungen (die Luft ist mit mechanisch zerstäubter Sole gesättigt). Das hiesige Klima eignet sich ebenfalls zur Vorbeugung von Herzkrankheiten, neurologischen Krankheiten, Hals-Nasen-Ohren-Krankheiten und rheumatischen Erkrankungen sowie ganz allgemein für die biologische Regeneration.
Konstancin hat auch zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten, vor allem die schönen Villen vom Anfang des 20. Jahrhundert, die von polnischen Spitzenarchitekten entworfen wurden: in der Villa "Świt" wohnte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts Stefan Żeromski, die Villa "Julia" gehörte den verdienten Familien Machlejd-Henisz, die Villa „Moja” war das Haus der Familie Konopczyński und in der Villa „Ukrainka” wohnte vor Jahren der Schriftsteller Wacław Gąsiorowski. Einen Besuch wert ist außerdem die Kirche des Bräutigams Mariens (Kościół Oblubieńca Najświętszej Maryi Panny) vom Beginn des 20. Jahrhunderts, deren neugotische Einrichtung unversehrt erhalten blieb. Eine weitere große Sehenswürdigkeit ist das Museum der Papierindustrie (Muzeum Papiernictwa), in dem man die verschiedenen Etappen der Papierherstellung besichtigen und sogar eigenhändig Papier schöpfen kann.

Weitere Informationen:
www.konstancin.com
www.konstancinjeziorna.pl