Ruinen des Branicki-Palais an der Miodowa Straße, September 1939. Durch Bombardierungen und Artilleriebeschuss erlitt die Stadt enorme Verluste; zerstört wurden unter anderem die historischen Gebäude der Altstadt mit der Johanneskathedrale und dem Königsschloss, die Palais an der Miodowa Straße und am Bankowy Platz sowie die Philharmonie und das Große Theater (Teatr Wielki). (Postkarte)
„Adolf-Hitler-Platz”, 1940. Ein sichtbares Zeichen für die Anwesenheit der Deutschen in Warschau waren – neben den neu eingeführten deutschen Straßen- und Platznamen – die Flaggen mit dem Hakenkreuz, die an verschiedenen Stellen der Stadt hingen, vor allem an den von der Besatzungsmacht eingenommenen Gebäuden; dies fiel besonders im Zentrum ins Auge – wie zum Beispiel an dem in den Adolf-Hitler-Platz umbenannten Piłsudskiego Platz. (Postkarte)
Mauern des Ghettos, in den Jahren der Besatzung. Am 12. Oktober 1940 wurde die offizielle Entscheidung der deutschen Besatzungsmacht über die Eröffnung eines Ghettos bekannt gegeben, die Vorbereitungen für die Einrichtung eines getrennten jüdischen Viertels dauerten jedoch schon seit Frühling desselben Jahres; endgültig geschlossen wurde das Ghetto am 16. November 1940. Ein Stadtteil von rund 400 ha Größe wurde von einer 18 km langen Mauer umgeben; es lebten dort mehrere hunderttausend Juden. Die von der drei Meter hohen Mauer durchtrennten Warschauer Straßen – wie zum Beispiel der Żelaznej Bramy Platz oder die Próżna Straße – hinterließen beunruhigende Eindrücke… (Fot. Nn)